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TERMINE / AKTUELLES

März / April / Mai 2008
Siegburger Stadtmuseum

IKEBANA- und ORIGAMI-Workshops

Troisdorf

Kreativ Werkstatt

Die Instrumente der Gruppe “Kazehana”

KOTO

KOTO ist ein Instrument, das unserer Zither gleicht. Die Länge ist ca. 180cm. Sie liegt auf zwei kleinen Hockern, die unterschiedliche Höhe haben. Eine traditionelle Koto hat 13 Saiten, die über 13 bewegliche Stege gespannt sind.

Ab dem 7. Jahrhundert entsandte man Botschafter von Japan nach China, um sich dort über Politik und Kultur zu informieren. Diese lernten dort viel über Musikinstrumente, unter anderem auch über “Cheng”, die KOTO und importierten sie nach Japan.

Wie alle anderen Instrumente, wurde auch die KOTO ursprünglich zu Hofe gespielt, wurde dann aber im 17.Jahrhundert von einem blinden KOTO Virtuosen namens YATSUHASHI-KENGYO (1614-1685), zu einem Solo Instrument weiter entwickelt. Er wurde bekannt als der Vater der modernen KOTO Musik.

Im 20. Jahrhundert bezog Michiko MIYAGI, ebenfalls ein blinder KOTO Virtuose, moderne westliche Kompositionen in die KOTO Musik ein und komponierte das Lied “Haru-no-umi”( Das Meer im Frühling), das er für KOTO und SHAKUHACHI schrieb. In neuerer Zeit wird dieses Stück sowohl auf der Koto, als auch der Shakuhachi und Violine vorgetragen.

SHAKUHACHI

Eine japanische Bambusflöte, kam im frühen 8. Jh. aus China nach Japan. Ab dem Ende des 16. bis zum 19. Jahrhundert wurde die Shakuhachi zum Mittelpunkt von Meditationsübungen. Der Gebrauch der Flöte war streng begrenzt. Allein ihr Gebrauch als “geistliches Werkzeug” war zugelassen. Sie durfte weder bei Konzerten gespielt werden, noch war es einem Aussenstehenden gestattet, ihr Spiel zu hören. Auch das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten wurde nicht erlaubt.

Später im Zuge der Meiji-Restauration wurde das Spielen der Shakuhachi zu religiösen Zwecken verboten. Da aber die Lehrer des Instruments nicht auf ihren Lebensunterhalt verzichten wollten und konnten, wurde so seine Säkularisierung vorangetrieben. Bereits in der Edo-Periode fand die Shakuhachi zusammen mit Koto und Shamisen Eingang in die höfische Musikkultur.

Die Shakuhachi ist eines der bekanntesten asiatischen Instrumente und wird sowohl von asiatischen als auch von westlichen Komponisten in ihren Werken verwendet. Sie wird aus dem Wurzelende des Madake-Bambus angefertigt. Ihre Länge beträgt bei dem Standard-Instrument 54,5 cm bzw. 1 Shaku und 8 (hachi) Sun, wovon sich der Name ableitet. Shakuhachi werden von 1,5 bis 2,4 Shaku Länge hergestellt.

Das Rohr ist am Ende leicht nach oben gebogen und innen konisch gebohrt (von 2 auf ca. 1,5 cm). Die mehrschichtige Innenlackierung des Rohres schützt die Flöte zum einen vor Feuchtigkeit. Jedes Instrument muss sieben Knoten haben, deren Anordnung vorgeschrieben ist. Standardinstrumente haben vier Grifflöcher und ein Daumenloch. Die Standardvariante ist in Moll gestimmt, es gibt aber auch Varianten mit 2 zusätzlichen Löchern zur leichteren Erreichbarkeit chromatischer Töne.

Bemerkenswert bei der Spieltechnik ist das charakteristische Bewegen des Kopfes: zum einen ermöglicht es in Kombination mit teilweisem Abdecken der Grifflöcher das Spielen von Nebentönen. Zungenartikulation findet kaum statt.

SHAMISEN

SHAMISEN ist ein dreisaitiges Lauteninstrument mit einem langen Hals und einem gedrungenem Kürper. Das Shamisen erschien in Japan zum ersten Mal vor ca. 430 Jahren. Seine Wurzeln gehen, wie bei den meisten japanischen Instrumenten, auf chinesischen Ursprung zurück.

Das Shamisen geniesst auch noch heutzutage eine ausserordentliche Popularität, da es vor allen Dingen im Kabuki – und Bunraku–Theater angewendet wird.

Der Hals ist 88 cm lang und verläuft mitten durch den Klangkörper. Die drei Saiten des Shamisen werden zwischen den Wirbeln am oberen Halsende (ein Wirbel pro Saite) und einem Seidenband, dem sog. neo, das am Halsende an der Körperunterseite befestigt ist, gespannt. Die schwingende Saitenlänge wird durch zwei Stege bestimmt. Der obere, auch kamigoma genannte Steg befindet sich unterhalb des Wirbelkastens am oberen Halsende, der untere, koma genannte Steg befindet sich auf der Haut am unteren Korpusende. Der obere Steg besteht aus Metall, meist aus Gold, der untere Steg aus Elfenbein oder Holz. Die untere Saite geht nicht über den oberen Steg, sondern wird seitlich an ihm vorbeigeführt. Die Saiten werden mit einem Plektrum angeschlagen, das aus Elfenbein, Holz oder Plastik besteht.

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