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Schüleraustausch mit Yuzawa

Hier der Bericht von Franciska Walgenbach:

Zu Anfang ein herzliches Dankschön an meine Gastfamilie, die es nun wirklich nicht einfach mit mir hatte. Nach der Reise (fast 24 Stunden auf den Beinen) waren wir alle sehr müde und vermissten schon jetzt unser Bett und unsere Familien.

Nach einer kurzen Begrüßung in Japan wurden wir alle mit flauem Gefühl im Magen in die Autos gepackt. Zu meiner Erleichterung war die Kommunikation einfacher als ich gedacht hatte: Meine Gasteltern und ihr Sohn Shu (14 Jahre) sprachen besseres Englisch als ich erwartet hatte und bemühten sich um jedes Wort, das sie mit mir sprachen. Sogar meine Gastschwester Haruka (12 Jahre), die gerade erst einmal die ersten englischen Sätze konnte, bemühte sich ebenfalls um mich.

Den Sonntag verbrachte ich mit meinen Gasteltern und Haruka, während Shu Basketballtraining hatte, in einem typischen japanischen Kaufhaus sowie einem Museum der ganz anderen Art.
In dem Kaufhaus brach das Eis vollkommen zwischen der Familie und mir und so spielten wir gemeinsam an einem Automaten (typische Freizeitbeschäftigung in Japan) und machten in einem Automaten Fotos.
Das Museum war ein Platz voller optischer Täuschungen und es machte wahnsinnigen Spaß durch das Labyrinth der vielen Bilder an den Wänden zu gehen. Ich bin sehr dankbar für diesen unvergesslichen ersten Tag, der mich mit Zuversicht auf die anderen Tage sehen ließ.

Am Montag war unser erster Tag in der Schule und ich wurde mit dem Schullied, der Ansprache des Direktors und der Ansprache der Schülervertretung begrüßt. An dieser Stelle besonderen Dank an die Lehrer, die mich an diesem Morgen in der Schule begrüßten und mir vieles erleichtert sowie mir die erste Scheu genommen haben. Besonderes Dankeschön an Miss Rollins und Mrs. Naoko Kaga.

An dem Dienstag verbrachten wir den Tag nicht in der Schule, sondern fuhren mit dem Bus unter anderem zu heißen Quellen in einer Schlucht. Die anderen Tage verbrachte ich in der Schule. Hier schlug mir eine Welle von Freundlichkeit entgegen. Die Lehrer ermöglichten mir, dass ich viele interessante Unterrichtsstunden erleben konnte. Ich beteiligte mich so gut wie es ging und die Lehrer stellten auch ihren Unterricht für mich um, was ich sehr zu schätzen weiß.

Am Donnerstagabend richteten meine Gasteltern ein Barbecue für mich aus, wo nicht nur ihre Freunde sondern auch einige deutsche eingeladen waren. An diesem Abend ging wirklich keiner hungrig zu Bett. Das essen war phantastisch!

An dem Freitag hielt ich in zwei Klassen einen kleinen Vortrag über Deutschland und das Verhältnis von Deutschland zu seinen Nachbarstaaten. Das hört sich jetzt komplizierter an, als es war. Vorher allerdings stellte jeder Schüler etwas Typisches für Japan vor. Danke noch mal für die Cola und die vielen anderen kleinen Geschenke. An diesem Nachmittag kam dann noch mal die ganze Klasse zusammen, mit der ich meine Tage verbracht habe. Ein Mädchen lass einen Karte auf Englisch vor und überreichte mir ein Geschenk. Vielen Dank!!!

Kaum war ich aus dem Klassenraum getreten, schon kamen alle auf mich zugestürmt und schenken mir so vieles, das hier gerne alles auflisten würde, aber es einfach zu viel. Vielen Dank auch dafür und für die Karten und für die unvergesslich schönen Stunden!

Am Sonntag mussten wir leider schon wieder fahren und ich glaube, an diesem Tag ist kein Auge trocken geblieben, das am Bahnhof war. Wir alle haben unsere Gastfamilie ins Herz geschlossen und ich hoffe, dass es auf der anderen Seite auch so ist.

Die nächsten drei Tage verbrachten wir in Tokio. Wir besuchten einige Tempel und gingen in unserer freien Zeit in den kleinen Straßen shoppen. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verbrachten wir in einem kleinen Tempel. Am Dienstagabend waren wir in einem typischen japanischem Bad. Die restlichen Tage verbrachten wir in Kyoto. An Freitag waren wir in einem sehr schönen Park mit freilaufenden Rehen und wunderschönen Tempeln. Am Samstag flogen wir dann zurück - direkt nach Frankfurt.

Am Ende dieses Berichts noch mal vielen Dank: An meine Eltern für die Unterstützung auf dieser langen Reise per Mail.
An Frau Bjelke-Holtermann, die trotz schwerer Koffer und müden Teenagern, einen klaren Kopf behielt. An Herrn Quadt, der so viel planen und alle und alles im Auge behalten musste. Und - last but not least - an Frau Frisch, die sich um alle kümmerte und immer ein offenes Ohr für uns hatte.