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TERMINE / AKTUELLES

März / April / Mai 2008
Siegburger Stadtmuseum

IKEBANA- und ORIGAMI-Workshops

Troisdorf

Kreativ Werkstatt

Schüleraustausch mit Yuzawa

Hier der Bericht von Justus Müller:

Nach unserer Ankunft am Flughafen Akita wurden wir mit einem georderten Bus zum Rathaus von Yuzawa gefahren. Unsere Gasfamilien erwarteten uns bereits am Rathaus und begrüßten uns herzlich. Ich kam in die Gastfamilie Sato und bin sehr freundlich von meinem Gastschüler Hiroto Sato und dem Rest der Familie aufgenommen worden. Die Familie wohnte ca. 45 min. von Yuzawa entfernt auf dem Land. Umgeben von Reisfeldern lag der kleine Ort sehr idyllisch. Dort Zuhause haben wir erst mal zu abend gegessen. Wir haben nicht so viel gesprochen. Die Familie fragte mich, wie die Reise gewesen war und ich habe es ihnen auf Englisch erzählt. Dann habe ich dem kleinen Bruder, den Eltern und Hiroto meine „presents“ aus Deutschland überreicht. Währen die Eltern ihre Geschenke sofort ausgepackt habe, bedankten sich Hiroto und sein kleiner Bruder, packten die Geschenke aber nicht aus.

Am nächsten Tag konnte ich ausschlafen. Dann bin ich Frühstücken gegangen, während dessen mir Hirotos Vater Sight-seeing ankündigte. Nachdem ich mich gewaschen hatte, fuhren wir los. (das Zähneputzen ist in Japan sehr wichtig. Man putzt sich auch im Auto die Zähne.) Zuerst haben wir eine alte Samurei Burg in der Nähe besichtigt. (auf längeren Fahrten haben wir immer eine dvd in englisch, mit japanischem Untertitel im „Autokino“ gesehen). Hirotos Vater zeigte und erklärte mir den Reisanbau. Danach haben wir alle Freunde von Hiroto eingesammelt (das Auto war für 7 Leute groß genug) und haben die heißen Quellen besichtigt. Anschließend fuhren wir in ein Onzenbad.

Abends gab es zusammen mit den Nachbarn ein Japanisches Barbecue. Mir wurde erklärt, daß das es was Besonderes sei. Es war auch sehr lecker. Nachdem Essen haben wir ein Feuerwerk und ein Feuer gemacht. Zum Schluß kam einer der Freunde auf die Idee Haarspray ins Feuer sprühen. Das hat viel Spaß gemacht.

Montags sind wir zum Rathaus gefahren, wo wir uns vorgestellt haben. Anschießend wurden wir von Fahrern in die verschiedenen Schulen gefahren. Ich war sehr überrascht, denn ich bekam einen riesigen Empfang mit Orchester, einer Tanzgruppe und einer Judovorstellung. Dort musste ich dann unerwartet eine Rede halten. Dann aber begann der normale Unterricht und ich habe meine Klasse kennen gelernt. In dieser Klasse gab es ca. 25 Schüler. Die ganze Schule hatte 81 Schüler. Der Schultag endete 18:30. Ich hatte die Fächer: Sport, Judo, Kunst, Japanisch Puzzle, Schriftzeichen zeichnen, Englisch und Bücher lesen. Mittwochs haben wir als Deutsch - Japanische Gesellschaft einen Ausflug gemacht und interessante Dinge besichtigt (Heiße Quellen). Am darauf folgenden Tag hatte ich normal Schule. Am letzten Schultag musste ich wieder eine Rede halten. Dieses Mal hatte ich mich gut vorbereiten können. Als Abschiedsgeschenk bekam ich von der Schule ein Stäbchenset einen Blumenstrauß und ein Poesiealbum, in das jeder Schüler etwas geschrieben und gemalt hatte. Von meiner Klasse erhielt ich ein schön gerahmtes Klassenfoto zusammen mit mir. Es steht jetzt auf meinem Schreibtisch und erinnert mich an die coole Zeit mit meiner Gastfamilie und Klasse.

Am Ende des Schultags habe ich mich noch einmal von allen privat verabschiedet. An meinem letzten Tag in der Familie sind wir alle zusammen Einkaufen gefahren. In den 3 letzten Tagen konnte ich mich gut mit ihnen auf Englisch und ein bißchen Japanisch verständigen. An diesem letzten Abend besuchte uns die Schwester von Hirotos Vater und wir sind Essen gefahren. Der Abschied am nächsten Tag war sehr traurig. Die ganze Familie und Hirotos bester Freund sind mit zum Bahnhof gefahren. Als ich wieder zuhause in Deutschland war, hatte mir Hiroto schon eine Email geschrieben und seitdem schreiben wir uns. Außerdem habe ich in Japan auch Tomomi getroffen, die bei mir im letzten Jahr als Gastschülerin war. Mit ihr schreibe ich auch Emails.

Ich habe auf dieser Japanreise einen intensiven Einblick in eine andere Kultur bekommen und unvergeßliche Eindrücke bekommen. Grade der Aufenthalt in der Gastfamilie war eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich habe große Herzlichkeit erfahren und viele neue Freunde gewonnen. Meine Gastschülerin Tomomi hat vor Monaten mit einer Rede über den Aufenthalt in Deutschland und über die Bedeutung einen Preis gewonnen und mir in ihrem Brief diese Rede geschickt. Sie beschrieb darin, dass die gemeinsame Verständigung auch unterschiedliche Kulturen zusammen führt und der eine vom anderen lernen kann „ to learn english is like a key to open new doors... we can introduce our cultures and we can comunicate with people all over the world.“ Das ist ein sehr wichtiger Punkt, der mir durch den Japanaufenthalt bewusst geworden ist.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte und danke allen, die mir das ermöglicht haben. Insbesondere meiner Gastfamilie, die mir einen unvergeßlichen Aufenthalt gestaltet hat. Ebenfalls danke ich dem Schulleiter, den Lehrern und auch meinen „Mitschülern“, sowie dem Bürgermeister der Stadt Yuzawa und seinen Mitarbeitern für die große Gastfreundlichkeit.

Justus Müller